GastWelten

Kunden in der Gastronomie binden




Derzeitiger Entwicklungsstand
  • Zurzeit wird der Antrag zur Erlangung der Wettbewerbsmittel vorbereitet.
  • Bis zum Sommer 2011 muss das Verfahren abgestimmt werden.
  • Frühestens im Juli dieses Jahres werden wir mit der konkreten Umsetzung beginnen.
  • Sitzung des Umwelt- u. Planungsausschuss am 16. Mai 2011: Eindeutiges Votum für den Standort Immobilie Hilburg, Mescheder Straße
  • Abgabe des Antrages bis zum 19. Mai 2011 - hier ist eine Fristverlängerung bis Mitte Juli 2011 erwirkt worden
  • die Standortfrage ist geklärt - für die Gastfabrik "GastWelten - der Gast entscheidet!" wird die Immobilie Mescheder Str. 23 saniert, umgebaut und modernisiert
  • Juli 2011: die Antragsunterlagen sind fristgemäß bei der Bezirksregierung Arnsberg eingericht worden.
    Nach Prüfung der Unterlagen erwarten wir den Förderbescheid.
  • Dezember 2011: Eine Kommission aus allen Bezirksregierungen hat am 13. Dezember getagt und dem Projekt "GastWelten - der Gast entscheidet!" in allen Antragspunkten die Förderwürdigkeit ausgesprochen. Als nächster Schritt wird die Zuteilung des offiziellen Förderbescheides erwartet.
  • Dienstag, den 27. März 2012 - Übergabe des Zuwendungsbescheides




Dateianhänge:

Gastwelten_zeitungsbericht.pdf
wirtschaftsteil_zeitung.pdf
so könnte die Immobilie Hilburg ausschauen.pdf

Projektziel und Kurz-Projektbeschreibung
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GastWelten - Der Gast entscheidet! Grundlagen des Wettbewerbsbeitrags / Tourismuswettbewerb Ziel2/Erlebnis.NRW 2010


Einleitung
Die GastWelten sind ein einzigartiges, innovatives Zentrum zur Qualifizierung und Entwicklung der kleinen und mittleren touristische Betriebe in ganz Südwestfalen. Alle maßgeblichen Geschäftsfelder der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe werden in den GastWelten anschaulich präsentiert und liefern die perfekte Kulisse zur marktgerechten Positionierung und Weiterentwicklung des eigenen Betriebes.

Organisationsstruktur
Der Projektträger des Wettbewerbsbeitrages Ziel2/Erlebnis.NRW unter der Projektnummer 1065, eingegangen mit dem Titel „GastWelten – Der Gast entscheidet!“, ist die Stadtmarketing Sundern eG. Um den Ablauf und eine in sich geschlossene Umsetzungsstruktur sicherzustellen, hat die Stadtmarketing Sundern eG die GastWelten GmbH gegründet. Die GastWelten GmbH ist damit identisch mit dem Projektträger des Wettbewerbs.

GastWelten GmbH
Mit der Errichtung und des Betriebs des GastWelten-Zentrums leistet die GastWelten GmbH langfristig einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung und Profilierung der nordrheinwestfälischen Tourismuswirtschaft sowie zur Umsetzung des Masterplans Tourismus Nordrhein-Westfalen. Die Gesellschaft beabsichtigt  Fördermittel  aus dem Regionalen Wirtschaftsförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen – Infrastrukturrichtlinie – (RdErl. des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW vom 02.06.2010 / 312 – 31 – 01) (nachfolgend auch als „Infrastrukturrichtlinie“ bezeichnet) zu beantragen. Fördervoraussetzung ist unter anderem, dass die Gesellschaft während des Förderzeitraums von 15 Jahren bzw. bis zum 31.12.2027 keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt und sämtliche Gewinne thesauriert. Gegenstand des Unternehmens ist demnach die Unterstützung von kleinen und mittleren Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben zur nachhaltigen Stärkung und Profilierung der Tourismuswirtschaft in Südwestfalen, bei Erfolg soll das Projekt auf ganz NRW ausgedehnt werden.

Partner/Gesellschafter
In der Organisationsstruktur der GastWelten GmbH sind mehrere starke Wirtschaftspartner vorgesehen. Sie agieren als Kooperationspartner. Sie sichern in erster Linie das notwendige Kapital zur Leistung des Eigenanteils für die vorgesehene Förderung durch das Ziel2-Programm des Landes NRW sowie den laufenden Betrieb der GastWelten. Die Partner setzen sich aus Wirtschaftsunternehmen zusammen, deren Geschäftsfelder unmittelbar mit dem laufenden Betrieb der Gastgeber zu tun haben. Darunter sind bspw. Brauereien und Betriebe, die Wirtschafts- bzw. Verbrauchsgüter für den Gastronomie- und Beherbergungssektor produzieren. Mit ihren Kapitalanteilen ermöglichen sie die Finanzierung des laufenden Betriebes und stellen weiterhin aufgrund der Preisstruktur eine Nutzung der GastWelten, gerade auch für wirtschaftlich schlechter gestellte Betriebe sicher. Ihr Interesse an der finanziellen Beteiligung als Kooperationspartner begründet sich in der Zielsetzung, die Gastgeberbetriebe wirtschaftlich und konzeptionell zu fördern.

Die Partner erhalten als Gegenleistung ihrer finanziellen Beteiligung, die gestaffelt sein wird und verschiedene Beteiligungen zulässt, festgelegte Nutzungsrechte für die Räumlichkeiten der 3D-Projektionen, die in den GastWelten errichtet werden, zu individuellen Firmenzwecken (bspw. Präsentationen vor Kunden/Vertrieb, Neukundenakquise, Forschung und Entwicklung etc.).

Gebäudekulisse:
Der geplante Bau eines neuen Gebäudes, wie es der Wettbewerbsbeitrag vorsieht, ist erforderlich, da für die Installationen, Themenwelten und Techniken auf keine bestehende Einrichtung zurückgegriffen werden kann. Bereits in der architektonischen Planung des neuen Gebäudes sind die benötigten Raumgrößen, die Vorrichtungen für die Technik des Simulationsraumes, die Raumteilungen für die abgeschlossenen Themenwelten und die benötigten Seminar- und Büroräume eingeplant.

Der Standort wurde in zentraler Lage der Stadt Sundern festgelegt.

Das gesamte Konzept der GastWelten wird von der Gebäudekulisse getragen. Die Idee lebt von einem innovativen Gebäude, in dem die 3D-Techniken, Simulationen, Schauräume und Themenwelten untergebracht sind.

Schon mit dem Eintritt in die GastWelten nimmt der interessierte Gastgeber eine neue Perspektive ein, die des Gastes, denn zunächst ist er selbst Gast.

Der Rundgang beginnt mit den ständig aktualisierten Themenwelten. Diese Räume zeigen anschaulich wie bspw. Licht und Lichtinstallationen wirken und welchen Einfluss sie auf Raumatmosphären haben. Neben den Lichtinstallationen läuft über einen Bildschirm ein Video mit Hintergrundinformationen und weiteren Beispielen. Es ist u.a. auch ein Hotelzimmer mit allen notwendigen Einrichtungen und Utensilien, die ein Hotelzimmer ausmachen, geplant. Weiter führt der Rundgang durch Themenwelten wie Bädereinrichtungen, Musik und Akustik, Events, Gastraum und Küche. Alle diese Themenwelten werden von informativen Videobeiträgen begleitet. Ziel ist es, den Besuchern die verschiedensten Facetten anschaulich darzustellen. Nach diesem Rundgang gelangen die Besucher in das Herzstück der GastWelten, den Simulationsraum. Via 3D-Projektion werden hier optimierungsfähige Betriebsräume präsentiert und im Anschluss daran eine optimierte Version der gleichen Räumlichkeiten. Der Vorher-Nachher-Effekt ist dabei der wichtigste Impuls, eine individuelle Qualifizierung für den eigenen Betrieb in Anspruch zu nehmen. Diese Maßnahmen werden dann in den Seminarräumen durchgeführt. Entscheidend ist dabei, für welche Module sich der Gastgeber entscheidet. Bei der Errichtung und des Betriebs der Technik der Virtuellen Realität wird die GastWelten GmbH vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, hier besonders das Competence Center Virtual Environments, begleitet.

Beraterzugang
Alle Berater des Einzugsgebietes und aus ganz Deutschland/Europa können die Kulissen der GastWelten für ihre Beratungen nutzen. Der Zugang ist für alle beratenden Firmen offen und diskriminierungsfrei. Jedoch müssen die Berater bestimmten Qualitätsanforderungen genügen. Ihre Beratertätigkeit muss sich an den Zielen des Masterplans NRW, bspw. den eruierten Zielgruppen und der Markenstrategie, orientieren und das 10-Punkte-Programm als Grundlage der Ausrichtung ihrer Beratungen verwenden. Ziel ist es, über die Berater den Masterplan an die Basis der touristischen Leistungsträger zu transportieren. Jeder Berater, der diese Kriterien erfüllt, kann die innovative Infrastruktur der GastWelten mit den Ausstellungsräumen als Themenwelten zu den einzelnen Betriebsbereichen, den Simulationsraum und die Seminarräume in den GastWelten gegen Entgelt nutzen. Den Beratern steht es dabei frei, ihre eigenen Klienten in den GastWelten zu schulen bzw. auf die Interessenten über die GastWelten zurückzugreifen.

Je nach Beratungsthemenfeld, z.B. Innenarchitektur, buchen die Berater die Themenwelten, den Simulationsraum und einen Seminarraum. Der Berater meldet sich zu einem bestimmten Termin an und reserviert für die benötigte Beratungszeit die entsprechenden Räumlichkeiten, nachdem er seine Eignung entsprechend den Qualitätskriterien dokumentiert hat. Die Einladung der zu beratenden Betriebe erfolgt entweder über den Berater selbst bzw. über die GastWelten, die diese Dienstleistung gegen Entgelt für den Berater übernimmt.

Zugang der zu beratenden Betriebe:
Der tatsächliche Ablauf in den GastWelten soll exemplarisch an einem fiktiven Betrieb X aus Musterstadt deutlich gemacht werden. Der Inhaber des Betriebes X hat in einer Zeitung einen Artikel über die GastWelten gelesen. Er interessiert sich für das Leistungsspektrum und nimmt Kontakt mit den GastWelten auf. Er wird zu einem offenen, informativen Treffen eingeladen. Dabei durchläuft er den Rundgang durch die Themenwelten und schließlich den Simulationsraum. Hier stehen entweder schon mögliche Berater für Fragen und Antworten parat, sofern der Betrieb X bereits Schwerpunkte gesetzt hat, oder ein Mitarbeiter der GastWelten informiert den Inhaber des Betriebes X über die unterschiedlichen Themenfelder. Hierbei kann er modular wählen zwischen:

1.     Zielgruppen- und Marktanalyse
2.     Gastronomiekonzept
3.     Küchenkonzept
4.     Eventkonzept
5.     Übernachtungskonzept
6.     Betriebskonzept
7.     Betriebsberatung
8.     Vermarktungs- und PR-Konzept
9.     Projektentwicklung
10.   Geschäftsführungsmotivation
11.   Mitarbeitermotivation

Der Inhaber des Betriebes X entscheidet sich für die Module Zielgruppen- und Marktanalyse, Betriebskonzept, Vermarktungs- und PR-Konzept, Gastronomiekonzept und Geschäftsführungsmotivation. Über die GastWelten werden die jeweils in Frage kommenden Berater über die Zielsetzung des Betriebes X gebrieft, stimmen ihre Beratungen aufeinander ab und führen die einzelnen Beratungen in den GastWelten durch. Bspw. können sie dabei auf alle Einrichtungen der GastWelten zurückgreifen: so wird der neue Gastraum mit einem Innenarchitekten gemeinsam im 3D-Simulationsraum entworfen. Die neuen Werbetexte, Flyer und Speisekarten werden gemeinsam mit dem Werbeberater und dem Kommunikationsexperten erstellt.

Welche Firmen der Inhaber des Betriebes X letztlich für die Umsetzung beauftragt, liegt in seinem Ermessen. Auf Wunsch erhält er die jeweiligen Ansprechpartner von bereits umgesetzten Best-Practice-Beispielen seiner Herkunftsregion.

Da die GastWelten kein statisches Konstrukt sind, sondern sich aktuellen Trends entsprechend weiterentwickeln und diese selbst zeitnah umsetzen müssen, ändern sich auch das Aussehen und die Einrichtungen der Themenwelten ständig. Der Betrieb X wird turnusmäßig über Neuigkeiten und Veränderungen informiert, so dass er immer wieder animitiert wird, die GastWelten erneut zu besuchen und gegebenenfalls weitere Module zur Qualifizierung zu buchen.

Generell sind die GastWelten für alle touristischen Leistungsträger in NRW geöffnet, die die KMU-Kriterien erfüllen und ihr Geschäftsfeld im originär touristischen Sektor haben. Die Förderungen durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und durch die Landesregierung NRW ermöglichen eine bisher nicht existente Qualifizierungseinheit für sämtliche Facetten des strategischen und operativen Geschäftes für kleine und mittlere touristische Betriebe.

Nicht nur die Kulissen sind einzigartig, sondern auch der ganzheitliche Ansatz, dem sich die Beratungen in den GastWelten verschreiben. Für die Betriebe, die die Leistungen der GastWelten in Anspruch nehmen, erfolgt die Beratung nicht kostenlos, jedoch zu einem vergünstigten Preis, der die wirtschaftliche Situation der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe berücksichtigt. Gerade wirtschaftlich schlechter aufgestellte Betriebe sollen von den GastWelten profitieren und ihre eigene wirtschaftliche Situation verbessern.

Position im Wettbewerb:
Für die Tourismusregion Sauerland und die dort ansässigen – aber auch alle anderen – Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe entsteht mit GastWelten ein einzigartiges Projekt, das es so in dieser Komplexität und Vielschichtigkeit noch nicht gibt.

Dieses Projekt bietet am Markt tätigen Beratern und beratenden Interessenverbänden die Möglichkeit, diese neue Raum- und Projektstruktur zu nutzen. Die Berater können ihre Beratungsleistungen dort erbringen, wenn sie den  Qualitätsanforderungen genügen. Somit besteht hier keine Zugangsbeschränkung. Die interessierten Unternehmen des Gastronomie- und Beherbergungsgewerbes haben ebenfalls uneingeschränkten Zutritt. Auch hier findet kein selektiver Ausschluss statt.

Ein Wettbewerbsvorteil gegenüber bereits bestehenden Beratungsangeboten im Bereich der Tourismusbranche besteht somit nicht, da

  • das Projekt in dieser Form am Markt nicht existiert und
  • alle Beratungsunternehmen am Markt in ihrer Entscheidung frei sind, ob sie das Angebot nutzen wollen und
  • die Unternehmen ebenfalls frei entscheiden, ob sie das Konzept in Anspruch nehmen und welche Beratungsleitungen sie benötigen.

Projektverantwortlicher:  Stadtmarketing Sundern eG

Projektpartner:  
Stadt Sundern
Sauerland-Tourismus e.V.
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, CC Virtual Environments
Fraunhofer-inHaus-Zentrum
Bezirksregierung Arnsberg

Wirtschaftsfaktor:
Investition ca. 4 Mio. Euro
8 dauerhafte, neue Arbeitsplätze
Ca. 50 Veranstaltungen mit je über 200 Personen, die überregional nach Sundern kommen
Ca. 10.000 Übernachtungen, allein dadurch 20 neue Arbeitsplätze in der Beherbergungsbranche und ca. 220.000 Euro Kaufkraftzufluss

Zuzüglich der wirtschaftlichen Profilierung und Expandierung der beratenen Betriebe in den GastWelten, die Investitionen für die gesamte Region nach sich ziehen.


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